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Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, die sich in besonderem Maße dem Zusammenwachsen von West- und Osteuropa zu einem demokratischen, friedlichen, pluralistischen, solidarischen und zukunftsfähigen Gesamteuropa verpflichtet fühlen.   Mit dezentralen Bildungsangeboten in acht Häusern fördern die Ost-West-Institute das Verständnis für die europäische Politik, Wirtschaft, Geschichte und Geographie und tragen so zur Stärkung und Weiterentwicklung des gesamteuropäischen Gedankens bei.

Förderung demokratischer Bildung im Kindes- und Jugendalter

Am 11.11.2020 wurde der 16. Kinder- und Jugendbericht von  Bundesministerin  Franziska Giffey der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf über 600 Seiten liefert der Bericht erstmals eine umfassende und systematische Betrachtung der politischen Bildung junger Menschen, schildert die steigenden Herausforderungen für die Demokratie und die politische Bildung – zum Beispiel  Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und ein erstarkender Nationalismus –  und liefert einen breiten und systematischen Überblick über die sozialen Räume, in denen junge Menschen politische Bildung erleben. 

Die 14-köpfige Kommission, die den Bericht im Auftrag des Bundesregierung erarbeitet hat, fordert ein klares Bekenntnis der Politik: Eine an Demokratie und Menschenrechten orientierte politische Bildung sei unverzichtbar.

Hier die Liste aller Links für sämtliche Dokumente: 

Bundestagsdrucksache: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/16–kinder–und-jugendbericht/162238 

Kurzbroschüre: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/foerderung-demokratischer-bildung-im-kindes–und-jugendalter/162242 

Jugendbroschüre: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/mitreden—-foerderung-demokratischer-bildung-im-kindes–und-jugendalter/162240 

Link zur Sonderseite des BMFSFJ zum Bericht: https://www.bmfsfj.de/kinder-und-jugendbericht 

 Wer die Pressekonferenz nachschauen möchte, kann dies hier tun: https://www.youtube.com/watch?v=T23z-sBn3M8

Politische Jugendbildung in Corona-Zeiten

Gemeinsam mit den anderen Trägern in der GEMINI haben wir an einer Stellungnahme zur politischen Jugendbildung in Corona-Zeiten mitgewirkt. Darin weisen wir auf die zentralen Herausforderungen der politischen Jugendbildung durch die Corona-Pandemie hin. Eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen formalen und nonformalen Strukturuen und eine stabile und auf Dauer gestellte Förderung gehören zu den Kernforderungen der GEMINI. Hierzu ist ein deutlicher Aufwuchs der Mittel für politische Jugendbildung im Kinder- und Jugendplan des Bundes dringend erforderlich.

GEMINI-Stellungnahme

Corona-Pandemie und die fatalen Folgen für unsere Einrichtungen der politischen Jugendbildung

Aufgrund der Corona-Pandemie sind unsere Einrichtungen gezwungen, ihre politische Bildungsarbeit auf bisher nicht absehbare Zeit einzustellen. Bereits geplante und konzipierte Kurse sowie internationale Begegnungen müssen ausfallen und es ist nicht vorhersehbar, wann ein geregelter Bildungsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

So sehr wir die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch unterstützen, die Ausfälle und die damit verbundenen finanziellen Einbußen sind nicht zu kompensieren und führen unsere Häuser und Einrichtungen in eine existenzielle Notlage. Als gemeinnützige Einrichtungen der politischen Jugendbildung können wir keine finanziellen Rücklagen bilden. Die derzeitige Krise ist für uns deshalb ohne die politische und direkte finanzielle Unterstützung nicht zu bewältigen.

Der Bundesauschuss für politische Bildung (bap) hat in seinem Aufruf

 ´Es geht um die Existenz´

deutlich herausgestellt, welche Maßnahmen jetzt seitens der Politik und der fördernden Stellen notwendig sind, um ein flächendeckendes Sterben der  Einrichtungen der politischen Jugendbildung zu verhindern.  

Da bislang nicht absehbar ist, wann die Kurse und Begegnungen der außerschulischen politischen Jugendbildung wieder wie gewohnt stattfinden können, sind wir darauf angewiesen, dass die bundeszentrale Förderung des KJP in diesem Jahr möglichst unbürokratisch in voller Höhe ausgezahlt und die Abrechnungsmodalitäten der akuten Krisensituation entsprechend angepasst werden.

Ausdrücklich begrüßen wir  in dem Zusammenhang alle vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bereits beschlossenen Maßnahmen und hoffen auf weitergehende Unterstützung, damit  wir als gemeinnützige Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung  unter den angekündigten umfangreichen Rettungsschirm der Bundesregierung fallen.

Ohne die gesicherte finanzielle Unterstützung sind wir in unserer Existenz bedroht und die bundeszentrale Aufgabe der politischen Jugendbildung wäre in ihren Grundfesten gefährdet.

Wir schicken einen herzlichen Gruß an all unsere Freunde und Kunden, Kooperationspartner  und fördernden Stellen verbunden mit den besten Wünschen für die bevorstehende Zeit. Hoffen wir auf ein baldiges und gesundes Wiedersehen!

Ihre Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V.