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Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V.

Die Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute ist ein Zusammenschluss von Einrichtungen der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, die sich in besonderem Maße dem Zusammenwachsen von West- und Osteuropa zu einem demokratischen, friedlichen, pluralistischen, solidarischen und zukunftsfähigen Gesamteuropa verpflichtet fühlen.   Mit dezentralen Bildungsangeboten in acht Häusern fördern die Ost-West-Institute das Verständnis für die europäische Politik, Wirtschaft, Geschichte und Geographie und tragen so zur Stärkung und Weiterentwicklung des gesamteuropäischen Gedankens bei.

Politische Jugendbildung in Corona-Zeiten

Gemeinsam mit den anderen Trägern in der GEMINI haben wir an einer Stellungnahme zur politischen Jugendbildung in Corona-Zeiten mitgewirkt. Darin weisen wir auf die zentralen Herausforderungen der politischen Jugendbildung durch die Corona-Pandemie hin. Eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen formalen und nonformalen Strukturuen und eine stabile und auf Dauer gestellte Förderung gehören zu den Kernforderungen der GEMINI. Hierzu ist ein deutlicher Aufwuchs der Mittel für politische Jugendbildung im Kinder- und Jugendplan des Bundes dringend erforderlich.

GEMINI-Stellungnahme

Corona-Pandemie und die fatalen Folgen für unsere Einrichtungen der politischen Jugendbildung

Aufgrund der Corona-Pandemie sind unsere Einrichtungen gezwungen, ihre politische Bildungsarbeit auf bisher nicht absehbare Zeit einzustellen. Bereits geplante und konzipierte Kurse sowie internationale Begegnungen müssen ausfallen und es ist nicht vorhersehbar, wann ein geregelter Bildungsbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

So sehr wir die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auch unterstützen, die Ausfälle und die damit verbundenen finanziellen Einbußen sind nicht zu kompensieren und führen unsere Häuser und Einrichtungen in eine existenzielle Notlage. Als gemeinnützige Einrichtungen der politischen Jugendbildung können wir keine finanziellen Rücklagen bilden. Die derzeitige Krise ist für uns deshalb ohne die politische und direkte finanzielle Unterstützung nicht zu bewältigen.

Der Bundesauschuss für politische Bildung (bap) hat in seinem Aufruf

 ´Es geht um die Existenz´

deutlich herausgestellt, welche Maßnahmen jetzt seitens der Politik und der fördernden Stellen notwendig sind, um ein flächendeckendes Sterben der  Einrichtungen der politischen Jugendbildung zu verhindern.  

Da bislang nicht absehbar ist, wann die Kurse und Begegnungen der außerschulischen politischen Jugendbildung wieder wie gewohnt stattfinden können, sind wir darauf angewiesen, dass die bundeszentrale Förderung des KJP in diesem Jahr möglichst unbürokratisch in voller Höhe ausgezahlt und die Abrechnungsmodalitäten der akuten Krisensituation entsprechend angepasst werden.

Ausdrücklich begrüßen wir  in dem Zusammenhang alle vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bereits beschlossenen Maßnahmen und hoffen auf weitergehende Unterstützung, damit  wir als gemeinnützige Einrichtungen der außerschulischen Jugendbildung  unter den angekündigten umfangreichen Rettungsschirm der Bundesregierung fallen.

Ohne die gesicherte finanzielle Unterstützung sind wir in unserer Existenz bedroht und die bundeszentrale Aufgabe der politischen Jugendbildung wäre in ihren Grundfesten gefährdet.

Wir schicken einen herzlichen Gruß an all unsere Freunde und Kunden, Kooperationspartner  und fördernden Stellen verbunden mit den besten Wünschen für die bevorstehende Zeit. Hoffen wir auf ein baldiges und gesundes Wiedersehen!

Ihre Arbeitsgemeinschaft der Ost-West-Institute e.V.